Yukon und Alaska – Tag 4: Bis ans Ende des Silver Trails nach Keno City

Yukon und Alaska – Tag 4: Bis ans Ende des Silver Trails nach Keno City

Meinen letzten Beitrag habe ich damit beendet, dass ich Versprochen habe beim nächsten mal aufzuklären, warum sich ein Aufenthalt in Mayo von zwei Nächten durchaus lohnt. Nun möchte ich meinem Versprechen nachkommen und euch mehr von Keno City am Silver Trail im Yukon erzählen.

Mayo selbst hat, wie wir letztes mal bereits festgestellt haben, für Touristen nicht viel zu bieten. Jedoch ist es der perfekte Ausgangspunkt für einen Tagesausflug nach Keno City. Keno City liegt ganz am Ende des sogenannten „Silver Trails“. Dabei handelt es sich um einen Highway, welcher die zwei Städte miteinander verbindet (Länge 58 km lang). An dieser Stelle muss ich noch einmal darauf hinweisen, dass der Begriff „Städte“ nicht wirklich zutreffend bzw. eher irreführend ist. Denn in Wirklichkeit handelt es sich dabei im Yukon meist um kleine Dörfer mit oft nur einer Hand voll Einwohnern.

Keno City selbst ist eine alte Gold und Silbergräberstadt (deshalb auch der Name der Straße – Silver Trail). Der Silver Trail selbst ist nicht asphaltiert aber dennoch gut befahrbar. Darüber hinaus ist alleine schon die Landschaft entlang der Strecke ist eine Fahrt wert. Keno selbst hat etwa 20 Einwohner, besitzt aber dennoch ein Museum, das sogenannte „Mining Museum“ in dem die Geschichte der Stadt ausgestellt ist. Diese handelt größtenteils vom Gold und Silberrausch in der Region und ist definitiv einen Besuch wert!

Keno City Mining Museum

Nach dem Museum haben wir einen Spaziergang durch die Stadt gemacht, und uns mit den Anwohnern ausgetauscht. Eine Sache die uns besonders überrascht hat war die folgende: Jedes Jahr im August findet hier das sogenannte „Keno Music Festival“ statt, zu dem bis zu 300 Personen nach Keno City anreisen und auf dem Bands und Künstler aus dem ganzen Yukon auftreten. Leider haben wir den Spaß um ein paar Tage verpasst…Schade 🙁

Anschließend sind wir mit unserem Auto noch den Keno Hill hochgefahren, auf dessen Gipfel sich ein Aussichtspunkt befindet. Die Fahrt den Berg hinauf stellte sich jedoch sehr schnell als echtes Abenteuer heraus, und wird uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Die Straße – bzw. eher Steinpiste war mit unserem Auto kaum befahrbar und der Regen erschwerte die Fahrt umso mehr. Als wir aber oben angekommen waren waren die Schrecken der Fahrt jedoch schnell vergessen, denn der Ausblick auf die umgebenden Berge und Wälder war die Strapazen wert. Leider war unser Blick aufgrund des schlechten Wetters und des Nebels sehr eingeschränkt.

Keno Hill
Keno Hill

Insgesamt würde ich empfehlen die Strecke nur mit einem Geländewagen zu befahren. Wir waren teils wirklich im Schritttempo unterwegs und benötigten etwa 45 Minuten bis nach oben. Mit einem besser dafür ausgestatteten Auto sowie besserem Wetter sollte man es aber deutlich schneller schaffen!

Am frühen Nachmittag machten wir uns sehr zufrieden wieder zurück nach Mayo und nach einem kurzen Bade-Abstecher zum Five Mile Lake ließen wir den Tag bei ein paar Bier entspannt ausklingen. Auf den nächsten Tag freuten wir uns schon ganz besonders, denn morgen ging die Reise weiter nach Dawson City – unserem persönlichen Highlight.

Landschaft entlang des Silver Trails
Landschaft entlang des Silver Trails

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