Yukon und Alaska – Tag 1 und 2: Auf dem Weg ins Abenteuer

Yukon und Alaska – Tag 1 und 2: Auf dem Weg ins Abenteuer

Vielleicht sollte ich direkt zu Beginn dieses Reiseberichts über meine Yukon und Alaska Rundreise kurz erwähnen wieso ich mich für diese Reiseziele entschieden habe – schließlich zählen diese ja zu den dünn besiedeltsten und abgelegensten Regionen Kanadas bzw. der USA.

Nun, ich denke die meisten von uns wissen was ich meine wenn ich von einem sogenannten „Sehensuchtsland“ spreche. Nämlich ein Land, das einen so fasziniert und begeistert wie kein anderes und das man am liebsten jedes Jahr bereisen würde. Bei mir ist dies ganz klar Kanada. Dieses Land hat mich bereits im Jahr 2006 während meiner ersten Reise mit meinen Eltern geprägt und fasziniert.

Land, Leute und Natur sind einfach außergewöhnlich und suchen auf der Welt ihresgleichen. Und so führte mich mein Weg auch im Jahr 2018 dorthin zurück, wo ich 5 Wochen alleine im Backpacking Stil das Land bereiste, von Vancouver bis nach Quebec, größtenteils mit dem Zug. Da dabei jedoch hauptsächlich die Metropolen des Landes im Mittelpunkt standen, wollte ich dieses Mal ein Kontrastprogramm erleben. Ich wollte weiter hinaus und die unberührte Natur das Landes kennenlernen. Generell zeichnet sich bei mir in den letzten Jahren ein Trend ab, welcher weg von den Städtereisen – und mehr Richtung Abenteuer und Wildnis führt. Und so war für mich schnell klar dass der Yukon das perfekte Reiseziel für Abenteuersuchende wie mich darstellt.

Mit einer Fläche dreimal so groß wie Deutschland bei gerade einmal 43.000 Einwohnern schreit er regelrecht nach Natur und Freiheit. Passend dazu auch das offizielle Motto: „Yukon – Larger than life.“. Oben drauf kommt zugegebenermaßen auch eine gewisse Faszination für das Goldsuchen, für welche der Yukon (insbesondere die Stadt Dawson City) bekannt ist und welche nicht zuletzt durch TV-Sendungen wie Goldrausch in Alaska bei mir zusätzlich beflügelt wurde. 😀

Kurzum: Der Yukon stand schon seit Jahren ganz oben auf meiner Bucket List und im Sommer 2024 sollte es endlich soweit sein!

Zusammen mit einem guten Freund machte ich mich also an die Reiseplanung. Das Ergebnis unserer Recherche war folgende Route: Whitehorse – Mayo – Dawson – Tok(Alaska) – Haines Junction – Whitehorse. Insgesamt also eine Strecke von 1600km, für die wir uns 14 Tage Zeit genommen haben. Warum genau wir uns für diese Ziele entschieden haben wird im Laufe des Blogs noch klar werden. So viel sei jedoch schonmal gesagt: Das Straßennetz im Yukon ist nicht mit dem bei uns in Deutschland zu vergleichen. Daraus folgend hat man auch gar nicht soviel Spielraum bei der Routenplanung.

Route Yukon und Alaska

Doch nun genug der Vorgeschichte, lassen wir das Abenteuer beginnen!

Um die lange Anreise nach Kanada etwas angenehmer zu machen, entschieden uns mein Reisepartner und ich dazu, die Strecke aufzuteilen. Aus diesem Grund reisten wir mit der Deutschen Bahn bereits am Vortag des Abflugs nach Frankfurt. Da wir im Süden Deutschlands wohnen und die Flüge von Frankfurt aus deutlich günstiger waren als von München, war dies für uns die beste Wahl. Die erste Nacht verbrachten wir im „Sheraton Frankfurt Airport“ direkt am bzw. eigentlich eher im Flughafen. Dazu kam noch eine gewisse Skepsis gegenüber der Deutschen Bahn und ihrer Pünktlichkeit. Aus diesem Grund wollten wir es auch nicht riskieren, erst am Anreisetag die rund 4 Stündige Zugfahrt anzutreten. Das Hotel wirkte sehr gehoben und mit etwa 120€ pro Nacht und pro Person weder günstig – noch übermäßig teuer.

Da wir uns schon am Flughafen befanden, war der Check-In Prozess am nächsten morgen sehr entspannt. Auch der 8.5 Stunden lange Flug in Condors nagelneuen Airbus A330-900 neo nach Edmonton verlief ruhig und ohne Turbulenzen – wofür ich sehr dankbar war nebenbei bemerkt :D.

In Kanada angekommen ging es jedoch direkt weiter zu unserem Anschlussflug nach Whitehorse. Die 30 Jahre alte Boeing 737- 400 von Air North überzeugte mit herausragenden Service und brachte uns sicher ans Ziel. Im Yukon angekommen nahmen wir unseren Mietwagen in Empfang. Wir haben für einen Toyota Corolla entschieden und machten uns damit auf den Weg in unser erstes Hotel. Das „Destination Family Hotel“ entpuppte sich jedoch leider als eine ziemliche Absteige. Deshalb waren wir auch froh, dass es am nächsten Tag direkt weitergehen sollte.

Unser Mietwagen, ein Toyota Corolla
Unser Mietwagen

Ich selbst unternahm noch einen kurzen Spaziergang durch die Stadt entlang am Yukon River, ehe ich auch todesmüde ins Zimmer zurückkehrte und mich schlafen legte. Der erste Eindruck der Stadt war atemberaubend. Mitten in der Natur am Yukon gelegen besitzt Whitehorse einen ganz eigenen Charme. Jedoch will ich dazu mehr am Ende dieses Blogs erzählen, da wir am Ende der Reise ja wieder nach Whitehorse zurückkehren sollten und dort dann 2 Tage Zeit hatten die Stadt in Ruhe zu erkunden.

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